JeremiaKapitel 37
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Kommentar zum Kapitel (auf Russisch)
1Und da Zedekia, der Sohn Josias, ward König anstatt Jechonjas, des Sohnes Jojakims; denn Nebukadnezar, der König zu Babel machte ihn zum König im Lande Juda.
2Aber er und seine Knechte und das Volk im Lande gehorchten nicht des HERRN Worten, die er durch den Propheten Jeremia redete.
3Es sandte gleichwohl der König Zedekia Juchal, den Sohn Selemjas, und Zephanja, den Sohn Maasejas, den Priester, zum Propheten Jeremia und ließ ihm sagen: Bitte den HERRN, unsern Gott, für uns!
Kommentar, V. 3 (auf Russisch)
Седекия был человек слабохарактерный. Он то следовал советам Иеремии (XXIII:14 и сл.), то поддавался внушениям своих вельмож, говоривших противоположное тому, что советовал Иеремия (ХХХVIII 4 и cл.). — Иегухал в XXXVIII гл. 1 ст. причисляется к князьям. Софония — лицо довольно высоко стоявшее среди священников (XXI:1).
4Denn Jeremia ging unter dem Volk aus und ein, und niemand legte ihn ins Gefängnis.
5Es war aber das Heer Pharaos aus Ägypten gezogen: und die Chaldäer, so vor Jerusalem lagen, da sie solch Gerücht gehört hatten, waren von Jerusalem abgezogen.
Kommentar, V. 5 (auf Russisch)
Фараон, который здесь упомянут, — это Офра, 4-й властитель 26-й династии. Из кн. Иезекииля видно, что он потерпел поражение при встрече с халдеями (Иез XXX:21).
6Und des HERRN Wort geschah zum Propheten Jeremia und sprach:
7So spricht der HERR, der Gott Israels: So sagt dem König Juda's, der euch zu mir gesandt hat, mich zu fragen: Siehe, das Heer Pharaos, das euch zu Hilfe ist ausgezogen, wird wiederum heim nach Ägypten ziehen;
8und die Chaldäer werden wiederkommen und wider diese Stadt streiten und sie gewinnen und mit Feuer verbrennen.
9Darum spricht der HERR also: Betrügt eure Seelen nicht, daß ihr denkt, die Chaldäer werden von uns abziehen; sie werden nicht abziehen.
10Und wenn ihr schon schlüget das ganze Heer der Chaldäer, so wider euch streiten, und blieben ihrer etliche verwundet übrig, so würden sie doch, ein jeglicher in seinem Gezelt, sich aufmachen und diese Stadt mit Feuer verbrennen.
Kommentar, V. 1–10 (auf Russisch)
В то время когда, благодаря приближению египетского войска, шедшего на помощь иудеям, халдеи должны были временно снять осаду с Иерусалима, Седекия, в надежде, что пророк Иеремия теперь уже не скажет ничего печального для иудеев, посылает к нему послов с просьбою помолиться за иудеев Господу и потом, конечно, сказать им что-нибудь утешительное. Но Иеремия по-прежнему возвестил Иерусалиму погибель от халдеев.
11Als nun der Chaldäer Heer von Jerusalem war abgezogen um des Heeres willen Pharaos,
12ging Jeremia aus Jerusalem und wollte ins Land Benjamin gehen, seinen Acker in Besitz zu nehmen unter dem Volk.
Kommentar, V. 12 (auf Russisch)
Скрываясь оттуда от народа — правильнее с евр. «чтобы взять свою наследственную часть у родственников».
13Und da er unter das Tor Benjamin kam, da war einer bestellt zum Torhüter, mit Namen Jeria, der Sohn Selemjas, des Sohnes Hananjas; der griff den Propheten Jeremia und sprach: Du willst zu den Chaldäern fallen.
14Jeremia sprach: Das ist nicht wahr; ich will nicht zu den Chaldäern fallen. Aber Jeria wollte ihn nicht hören, sondern griff Jeremia und brachte ihn zu den Fürsten.
15Und die Fürsten wurden zornig über Jeremia und ließen ihn schlagen und warfen ihn ins Gefängnis im Hause Jonathans, des Schreibers; den setzten sie zum Kerkermeister.
Kommentar, V. 15 (auf Russisch)
Князья озлобились на Иеремию за его постоянные речи о необходимости сдаться халдеям. Старых, расположенных к Иеремии князей (гл. XXVI:36), теперь уже не было. — При доме начальника канцелярии было, очевидно, удобное помещение, которое могло служить тюрьмою.
16Also ging Jeremia in die Grube und den Kerker und lag lange Zeit daselbst.
Kommentar, V. 11–16 (auf Russisch)
В это время, когда для жителей города Иерусалима снова было возможно выходить в окрестные города, Иеремия хотел сходить в свой родной город, Анафоф, вероятно, по каким-нибудь наследственным делам. Но у Вениаминовых ворот он был задержан начальником стражи и, несмотря на все доказательства, какими доказывал свою невинность Иеремия, его взяли в темницу как перебежчика к халдеям, и даже били его.
17Und Zedekia, der König, sandte hin und ließ ihn holen und fragte ihn heimlich in seinem Hause und sprach: Ist auch ein Wort vom HERRN vorhanden? Jeremia sprach: Ja; denn du wirst dem König zu Babel in die Hände gegeben werden.
18Und Jeremia sprach zum König Zedekia: Was habe ich wider dich, wider deine Knechte und wider dein Volk gesündigt, daß sie mich in den Kerker geworfen haben?
19Wo sind nun eure Propheten, die euch weissagten und sprachen: Der König zu Babel wird nicht über euch noch über dies Land kommen?
20Und nun, mein Herr König, höre mich und laß meine Bitte vor dir gelten und laß mich nicht wieder in Jonathans, des Schreibers, Haus bringen, daß ich nicht sterbe daselbst.
21Da befahl der König Zedekia, daß man Jeremia im Vorhof des Gefängnisses behalten sollte, und ließ ihm des Tages ein Laiblein Brot geben aus der Bäckergasse, bis daß alles Brot in der Stadt aufgezehrt war. Also blieb Jeremia im Vorhof des Gefängnisses.
Kommentar, V. 17–21 (auf Russisch)
Когда халдеи снова подошли к Иерусалиму, Седекия призвал к себе тайно Иеремию и спрашивал его о судьбе, ожидающей город. Иеремия снова предвозвестил ему плен и при этом просил царя о более мягком с ним обращении, указывая, что его пророчество о возвращении халдеев оправдалось. Царь тогда поместил его во дворе стражи.
Kommentar, V. 21 (auf Russisch)
Иеремии давали в день по одной небольшой лепешке, что однако, при тогдашней скудости в хлебных запасах, было для пророка благодеянием.
Text: Lutherbibel 1912. Kommentar: Die Erklärende Bibel, hg. A. P. Lopuchin (auf Russisch).
1–10. Пророчество Иеремии о втором нашествии на Иудею халдеев, ушедших было от стен Иерусалима. 11–16. Взятие пророка под стражу. 17–21. Беседа его с царем Седекией.